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Paula I von Ursula Schwarze


Brigitte Ruhl


"Narrenschiff" von Reiner Ruhl

Tondokument


Impressum
Club kunstbesessener Creativlinge
Webmaster Reiner Ruhl
Herzogstraße 2
D-42579 Heiligenhaus

Telefon 02056 961237

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Wir sind eine kleine Gruppe von Kunstenthusiasten und alle - einige fast immer, andere nur gelegentlich - künstlerisch aktiv.
Alle haben wir allerdings schon eine ganze Reihe von Jahren an Erfahrung, und auch den einen oder anderen Erfolg vorzuweisen.
Bei aller Freude an den eigenen Ergebnissen, wünscht man sich hin und wieder doch einmal Anregungen von außen.
Am besten auch mal von jemanden, der sich in einer ganz anderen Kunstsparte bewegt.
Dieser Wunsch führte zu der Idee, den CkC zu erfinden.
Denn hier tauschen wir uns nicht nur bei eher seltenen Treffen aus, sondern gleichzeitig nutzen wir unser Internet-Plattform eigene Arbeiten und insbesondere die gemeinsamen Projekte zu präsentieren und gleichzeitig distanzunabhängig in Kontakt zu bleiben.
Natürlich ist das Ganze noch nicht perfekt, was zutreffend die Nähe zur Kunst beweist.


Rilke und Worpswede

Rechts eines meiner spontanen Lieblingsbilder entstand nach dem Lesen der beiden Bücher von Barbara Beuys: Paula Modersohn-Becker oder: Wenn die Kunst das Leben ist und von Kerstin Decker: Paula Modersohn-Becker.
Besonders liebenswert fand die Schilderung der sonntäglichen Besuche von R.M. Rilke bei Paula und Clara Westhoff in Worpswede (1900).
Ein Künstlerfreundschaft die in tiefer Verbundenheit lange halten sollte.
Beide stets weiß gekleideten Frauen inspirierten ihn zu vielen - auch wehmütigen - Versen Später heiratete er dann Clara Westhoff.
Die Beziehung zu Paul Modersohn-Becker hörte aber nie auf.


Zu den besagten Büchern:

Von den beiden genannten Büchern über Paula-Modersohn-Becker gebe ich besonders meinen Eindruck aus dem Buch von Kerstin Decker wieder, weil mir hier eine sehr lebendige Paula mit ihrer Liebe und ihren Zweifeln begegnet.

Ich liebe die Bilder von Paula Modersohn-Becker und hatte oft Gelegenheit ihren Spuren in Worpswede nachzugehen und besonders das ihr gewidmete Museum in Worpswede mit ihrer Wohnstube zu besuchen.

Zu meinen persönlich besonderen Erlebnissen gehört, dass ich vor Jahren (vor seinem Tod) mit einem der Söhne von Otto Modersohn in Fischerhude (Ottos 3. Ehe) über sie sehr lebhaft austauschen konnte.

Paula steht ja für eine Malerin in einer Zeit der Modernen Malerei, als Frauen wirklich in diesem Beruf sehr selten waren.
Sie wurde nur 31 Jahre und erst nach ihrem Tod (1907) fand man hinter ihrem Bett unzählige Bilder.
Sie malte ihre bäuerliche Umgebung, die Menschen und Blumen und verzichtete auf gefällige Bilder.
Für diese Zeit sehr revolutionär.

Geboren 1876 in einem gut bürgerlichen Haushalt in Dresden, verbrachte die Jugend in Bremen, studierte dort Lehramt und setzt sich gegen die Familie durch, um Künstlerin zu werden.

Sie zieht in das erwachende Künstlerdorf Worpswede, findet dort ihre "Schwesterseele" in Clara Westhoff später verh. Rilke, die als Bilhauerin arbeitet.

Heiratet dort den Maler und Witwer mit Kind Otto Modersohn und stirbt nach der Geburt der Tochter Matilde an einer Embolie. Ihre letzten Worte waren: "Wie schade.".
Heute weiß man aus Briefwechslen, dass ihr so älterer Mann Otto unbeirrt an die Malerei seiner Frau glaubte und selbst Rilke sie erst fast nach ihrem Tod in dieser Passion würdigte.
Im folgt sie in der Zeit ihrer Ehe nach Paris, kehrt aber wieder zu ihrem Mann zurück.

Mit vielen Auszügen aus Briefwechseln schildert Kerstin Decker diese Künstlerin, die oftmals zerrissen im und vom Leben ihren Weg suchte.

Ein wunderschöner Grabplatz ist auf dem Friedhof in Worpswede sehenswert.

Der Wuppertaler von der Heydt war einer mit der ersten Mäzene, die Paulas Bilder seinerzeit kaufte und daher verfügt das Wuppertaler von der Heydt Museum über die größte Sammlung ihrer Bilder außerhalb von Worpswede.

Ursula Schwarze im April 2012


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Birken Frühling

Worpswede 2000

Worpswede 2005



Der Barkenhoff als Mittelpunkt der Künstlerbewegung

Der Barkenhoff (Plattdeutsch für Birkenhof), ursprünglich ein Worpsweder Bauernhof, wurde im Jahre 1895 vom Künstler Heinrich Vogeler gekauft und innerhalb weniger Jahre zu einem beeindruckenden Gebäude des Jugendstils umgebaut.

Bald wurde er zum Mittelpunkt der Worpsweder Künstlerbewegung und somit der gesamten Künstlerkolonie Worpswede.
Nach dem Ersten Weltkrieg diente der Barkenhoff als Kommune und Arbeitsschule, danach als ein Kinderheim der Roten Hilfe.

Unter den zahlreichen Besuchern war Sonja Marchlewska, seit 1926 zweite Ehefrau von Heinrich Vogeler, Tochter des polnischen Marxisten Julian Marchlewski, der Freund und Mitarbeiter Rosa Luxemburgs und ein Vertrauter Lenins war.
Marchlewski war auch Rektor der Kommunistischen Universität der Nationalen Minderheiten in Moskau und Gründer der Internationalen Roten Hilfe.
Er überredete Vogeler, den Barkenhoff der Roten Hilfe zu übereignen.
Die Rote Hilfe wurde ab 1923 nur passives, aber förderndes Mitglied der Arbeitsschule Barkenhoff e. V.; sie wurde am 10. November 1921 vom Amtsgericht Lilienthal anerkannt.
Im Juli 1925 wurde der Verein Arbeitsschule endgültig aufgelöst.
Der Barkenhoff blieb bis 1932 ein Kinderheim.

In den Folgejahren verfiel der Hof und wurde an die öffentliche Hand übergeben.
Restauriert dient er heute als Museum sowie als Werkstatt und Atelier der zumeist internationalen Stipendiaten der Barkenhoff Stiftung.
In den Jahren 2003/2004 erfuhr der Hof eine grundlegende Renovierung.

Textauszug aus Wikipedia, Fotos Barkenhoff Reiner Ruhl
eingestellt am 30.04.2012

Die Unbekannte

Dieses, von dem russischen Maler Nikolaijewitsch Kramskoi, genannte Portrait " Die Unbekannte", ist 1883 entstanden.
Es zeigt angeblich ein Bauernmädchen, das mit einem russischen Adeligen verheiratet war, in einer Kutsche auf der Anitschkow Brücke in St. Petersburg.
Da ich vor einigen Jahren selbst in St.Petersburg war, hat mich dieses Portrait gleich fasziniert und ich versuchte mich an der Portraitmalerei.
Anders als beim Original habe ich das Gesicht aus einem dunklen Hintergrund herausgearbeitet und auch den etwas verschlafenen Blick der Unbekannten wacher und aufmerksamer gestaltet.

Birgitt Haak



















eingestellt am 14.04.2012

Unser Treffen am Freiag den 13.
April war sowas von gelungen

eingestellt am 14.04.2012

Der Trunkene im Frühling

Wenn nur ein Traum das Leben ist,
Warum denn Müh und Plag?
Ich trinke, bis ich nicht mehr kann,
Den ganzen, lieben Tag!

Und wenn ich nicht mehr trinken kann,
Weil Kehl' und Seele voll,
So tauml' ich bis zu meiner Tür
Und schlafe wundervoll!

Was hör ich beim Erwachen? Horch!
Ein Vogel singt im Baum.
Ich frag ihn, ob schon Frühling sei,
Mir ist, mir ist als wie im Traum.

Der Vogel zwitschert: "Ja! Der Lenz,
der Lenz ist da, sei kommen über Nacht!"
Aus tiefstem Schauen lauscht' ich auf,
Der Vogel singt und lacht!

Ich fülle mir den Becher neu
Und leer ihn bis zum Grund
Und singe, bis der Mond erglänzt
Am schwarzen Himmelsrund!

Und wenn ich nicht mehr singen kann,
So schlaf ich wieder ein,
Was geht mich denn der Frühling an!
Laßt mich betrunken sein!


Foto zum 5. Teil von Gustav Mahlers "Lied von der Erde"
Text aus "Die chinesische Flöte"
Tondokument

eingestellt am 09.04.2012

Zu Besuch in den Ateliers des Künstlerehepaars Yhoshida



Am 26. März 2012 besuchten wir (der CkC) die Familie Yoshida in ihren Ateliers in Düsseldorf.
Die aus Japan stammenden Yoshidas leben schon sehr lange in Heiligenhaus und man kennt sich aus zahlreichen Veranstaltungen in unsrer Stadt.
So ist auch zu erklären, dass wir zu der Gelegenheit kamen die namhaften Künstler in ihren Düsseldorfer Räumen besuchen zu dürfen.
Wir geben gern zu uns dadurch ein wenig geehrt zu fühlen.
Schon beim betreten des Künstlerhauses an der Sittarderstraße in Düsseldorf betritt, merkt man:
Ein ganz gewöhnlicher Ort ist das hier nicht!
Wer Kunst mag, benötigt schon für das Treppenhaus viel mehr Zeit als normal üblich.
Überall sieht man Kunstwerke der hier arbeitenden Künstler an denen man nicht so einfach vorbei gehen kann.
Trotzdem, alles kommt einem erfrischen unverkrampft entgegen.
So war es dann auch als wir endlich im Atelier anlangten.
Es gab kurzweilige, hoch interessante Gespräche.
Wände, übersähet mit den Werken vom Beginn eines langen Künstlerleben und auch solche bei denen die Farben noch feucht waren.
Werke von einer derartigen Intensität, dass man sie immer wieder betrachten musste.
Und aufgenommen wurden wir so herzlich, dass wir beinahe vergessen hätten uns nach angemessener Zeit wieder zu verabschieden.

eingestellt am 27.03.2012